„Brandschutz zu Hause“ stieß auf großes Interesse

Auf großes Interesse stieß der ThemenTreff „Brandschutz zu Hause“, zu dem die Generationen Initiative Kronau (GIK) im Mai eingeladen hatte. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich über Maßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz und das richtige Verhalten im Ernstfall.

Bild: GIK

Praxisnahe Einblicke eines erfahrenen Feuerwehrmanns

Referent des Abends war Carlo Trautwein, Berufsfeuerwehrmann mit langjähriger Einsatzerfahrung sowie Ausbilder an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal. Mit großer Fachkompetenz und anschaulichen Beispielen aus rund 15.000 Einsätzen verdeutlichte er eindrucksvoll, wie schnell Brände entstehen können und welche Maßnahmen Leben retten. Die zahlreichen Fragen der Teilnehmenden wurden ausführlich beantwortet, sodass die Veranstaltung deutlich länger dauerte als ursprünglich geplant.

Trautwein erläuterte zunächst die Bedeutung des Brandschutzes im Alltag. Zwar sei die Zahl der Brandtoten seit 1990 deutlich zurückgegangen – von rund 700 auf 283 im Jahr 2023 –, dennoch bleibe Brandschutz ein wichtiges Thema. Entscheidend für diesen Rückgang sei insbesondere die Einführung der Rauchmelderpflicht gewesen, die seit 2014 in Baden-Württemberg gilt. Besonders häufig entstehen Brände in der Küche; etwa jeder dritte Brand werde zudem durch elektrische Geräte verursacht.

Nachdrücklich wies der Referent darauf hin, dass viele Menschen bei Bränden nicht durch das Feuer selbst, sondern durch giftige Rauchgase sterben. Kohlenmonoxid sei geruchlos und verdränge den Sauerstoff im Blut. Deshalb gelte im Brandfall der Grundsatz: Nach dem Alarm möglichst innerhalb von zwei Minuten das Gebäude verlassen.

Rauchmelder und Feuerlöscher richtig einsetzen

Ein Schwerpunkt des Vortrags war der richtige Einsatz von Rauchmeldern. Diese sollten möglichst in Schlafräumen, Fluren und Wohnbereichen installiert werden – jedoch nicht in Küche oder Bad, da dort Wasserdampf Fehlalarme auslösen könne. Wichtig seien außerdem die richtige Montage an der Decke sowie regelmäßige Funktionstests.

Auch Feuerlöscher und Löschsprays wurden vorgestellt. Empfohlen wurden insbesondere Wasser- oder Schaumlöscher. Bei Fettbränden dürfe keinesfalls Wasser verwendet werden; stattdessen solle die Flamme mit einem Deckel oder speziellen Löschtuch erstickt werden.

Verhalten im Notfall und hilfreiche Informationen

Weitere Themen waren vorbeugender Brandschutz und das Verhalten im Notfall. Dazu zählen das Freihalten von Rettungswegen, geschlossene Türen zur Eindämmung von Rauch und Feuer, gut sichtbare Hausnummern sowie ein vorsichtiger Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus, deren Ladevorgänge möglichst unter Aufsicht erfolgen sollten.

Bei einem Notruf unter 112 wies Trautwein darauf hin, die „5 W-Fragen“ wichtig sind:

  • Wo ist etwas passiert?
  • Wer ruft an?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Betroffene gibt es?
  • Warten auf Rückfragen.

Abschließend betonte der Referent, dass die Kosten für Rauchmelder und Feuerlöscher im Verhältnis zur gewonnenen Sicherheit gering seien: „Der Wert eines Menschenlebens ist unbezahlbar.“

Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmenden als äußerst informativ und praxisnah wahrgenommen. Besonders intensiv genutzt wurde die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen, die Carlo Trautwein kompetent, verständlich und mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis beantwortete.

Großes Interesse fand zudem das bereitgestellte Informationsmaterial zum vorbeugenden Brandschutz. Carlo Trautwein verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Initiative „Rauchmelder retten Leben“, die online (https://www.rauchmelder-lebensretter.de/) umfangreiche Informationen und hilfreiche Tipps rund um den Brandschutz im privaten Bereich anbietet.